coming soon Berlin Isabelle Heske
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Dezember zeigen wir in unseren Räumlichkeiten in der Friedrichstraße 232 Arbeiten der Künstlerin Isabelle Heske (*1990). Hierzu laden wir Sie und Ihre Begleitung ganz herzlich ein.
Isabelle Heske hüllt ihre Bilder ein und dennoch kehrt sie mit der Kombination verschiedenster Stoffbahnen zu den Grundlagen der Malerei zurück, dem Spannen von Stoff auf Rahmenleisten. Statt auf Leinwand oder Baumwolle greift die Künstlerin jedoch auf ihr eigenes Archiv aus selbst gestalteten und bereits verarbeiteten Textilien zurück. Letztere werden dadurch zu Readymades, da ihnen die Bildidee und so das ganze spätere Kunstwerk schon beim ersten Auffinden innewohnen kann. Struktur, Print und Farbigkeit der Stoffe bestimmen bereits beim Bespannen die Komposition des Bildes, während diese bei der tradierten Malweise erst nach der Wahl des Trägerstoffes, nämlich beim Farbauftrag, bedeutsam wird. Hinter einer jeden Entscheidung steckt damit auch ein vermutlich oft unterbewusstes Rückbesinnen, möglicherweise sogar Zurschaustellen einer soziokulturellen Kodierung von Muster, Grundstoff und darüber hinausreichenden Ästhetisierung durch Accessoires. (…)
Die eingekleideten Stäbe geben sich damit als „Wunschstäbe“ oder gar Verheißungen des eigenen Schicksals zu erkennen. Ein Versprechen, das sich zu verstärken scheint, liest man die Namen der Einzelwerke. Diese erinnern an Liedtitel und damit an die sich dahinter verbergenden, aus Rhythmus und Text geformten Stimmungsbilder. Andere klingen wie die oft abstrakt anmutenden Namen von Kosmetikprodukten, mit welchen die Tragenden Abgrenzung oder Anpassung ausdrücken können. Das Format der Stäbe entwickelte sich laut Heske aus dem Wunsch nach dem schmalsten Bildformat. (…)
Text von Bettina Biebl zur Ausstellung Heikle Angelegenheiten, Darling! im Museum Kebbel Villa, Schwandorf, 2026.
