Leipzig FAMA

Mit Volker Stelzmann

Freitag 20. September 2019 —
Freitag 18. Oktober 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Galerie Irrgang,

hiermit möchten wir Sie am 20. September 2019 um 19.30 Uhr ganz herzlich zu unserer Ausstellungseröffnung in die Galerie Irrgang nach Leipzig einladen. Es ist uns eine große Freude, mit der Einzelausstellung „Fama“ Ihnen die jüngsten Gemälde von Volker Stelzmann präsentieren zu dürfen. Ergänzend dazu zeigen wir eine kleine Auswahl an Arbeiten aus den 1970er bis 90er Jahren.

Nicht nur zu seiner Zeit als Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und an der Universität der Künste Berlin prägte Volker Stelzmann als Vertreter der 2. Generation der Leipziger Schule stilistisch die deutsche figurative Kunstlandschaft entscheidend mit. Inspiriert durch Künstler wie Matthias Grünewald, Otto Dix oder auch italienische Maler wie Giorgio de Chirico entwickelte er seinen eigenen, äußerst markanten Malstil.

Sein Blick für die Gesellschaft blieb über die Jahre wach – und wir als Galerie Irrgang haben nun die Möglichkeit, in einer umfassenden Ausstellung die aktuellen Werke der interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Die für den Künstler Volker Stelzmann typische bühnenhafte Darstellung gesellschaftlicher Diversitäten wird ergänzt durch die tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum: Seine Bilder handeln von der emotionalen Wahrnehmung des innerstädtischen, meist engen räumlichen Kontakts zwischen Menschen, sie zeigen Szenarien stadteigener Randgruppen und verarbeiten real erfahrbare Momente des Alltags. Aktuelle stadtspezifische Themen zeigen sich neben politisch aufgeheizten Situationen, wie in dem großformatigen Triptychon „Das Treffen“ von 2016, in dem Figuren unterschiedlichster politischer Lager agieren.

Neben dem Wiederaufgreifen von Porträtserien sind es vor allem Gruppenbildnisse, die eine intime Beschäftigung des Künstlers mit dem Thema aufzeigen. Die Bilder fragen, welcher Raum in der Stadt von wem besetzt wird und wer wie viel Platz in ihr einnimmt. Der Körper, bisweilen auf den Kopf reduziert, wird dabei ganz Mittel der Kommunikation. Eine genaue Lokalisierung der Handlungsorte ist bei Volker Stelzmann nicht vorgesehen und so bleibt es dem Betrachter überlassen, das Geschehen einzuordnen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und verbleiben mit herzlichen Grüßen
Ihre Dirk Bolmerg, Victoria Hilsberg und Tobias Wachter

 

Hinweis: Weitere Werke von Volker Stelzmann sind derzeit im Museum der bildenden Künste im Rahmen der Ausstellung „Point of No Return. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst“ zu sehen.